Aufbewahrungsort Basel, Universitätsbibl., Cod. A X 130
Codex noch 322 Blätter
Beschreibstoff Papier
Inhalt überwiegend lat. Sammelhs. überwiegend theolog. Inhalts,
Bl. 20r-22r lat. Autoritätensammlung, darin

Bl. 20rb: Freidank, 4 sonst noch nicht nachgewiesene Verse:

Plato vel Frydancus

Qui vult ne ira se ledat /
Omne quodaudit non credat /
Cuius auris est sagena /
fit mens [?] malis sepe plena
Blattgröße 210 x 140 mm
Schriftraum 140-170 x 95-120 mm
Spaltenzahl Bl. 20r-22r: 2
Zeilenzahl Bl. 20r-22r: 27-28
Versgestaltung Verse abgesetzt
Entstehungszeit um 1440 (?) - s.u. Ergänzender Hinweis
Schreibort Basel (Dominikanerkonvent oder Steinenkloster) (?) - s.u. Ergänzender Hinweis
Abbildung Scarpatetti S. 113, Abb. 283 (Bl. 161r)
Literatur
  • Gustav Binz, Die deutschen Handschriften der Öffentlichen Bibliothek der Universität Basel, Bd. 1: Die Handschriften der Abteilung A, Basel 1907, S. 206-233, 393. [online]
  • Beat Matthias von Scarpatetti, Katalog der datierten Handschriften in der Schweiz in lateinischer Schrift vom Anfang des Mittelalters bis 1550, Bd. 1: Die Handschriften der Bibliotheken von Aarau, Appenzell und Basel, Text- und Abbildungsband, Dietikon-Zürich 1977, A: S. 109, B: S. 113, Abb. 283.
  • Berndt Jäger, "Durch reimen gute lere geben". Untersuchungen zu Überlieferung und Rezeption Freidanks im Spätmittelalter (Göppinger Arbeiten zur Germanistik 238), Göppingen 1978, S. 249, 258.
  • Handschriftencensus / Marburger Repertorium deutschsprachiger Handschriften des 13. und 14. Jahrhunderts [online]
Archivbeschreibung G. Binz (1907) 96 Bll.
Ergänzender Hinweis In der Hs. sind mehrere Hände des 14. und 15. Jahrhunderts zu unterscheiden. Hand 2 schließt Bl. 161r den Eintrag eines Textes von Heinrich von Bitterfeld mit dem Kolophon: Scriptum Colonie anno etc. 40 per fratrem h(einricum) vnger (?) (Binz, S. 217; vgl. Scarpatetti, S. 109). Die Datumsangabe ist als 1440 aufzulösen (Scarpatetti,S. 109). Der Text ist (Bl. 2v) in einem alphabetischen Register zur Hs. berücksichtigt, das nach Binz vom gleichen Schreiber (Hand 1) stammt wie die Autoritätensammlung (Binz, S. 206): daher unsere Datierung. Wie die Lokalisierung in Köln mit der Basler Provenienz der Hs. zu vereinbaren ist, bleibt zu klären.
Juli 2013